Das geht einfach nicht!

Nach meiner Coaching-Ausbildung war ich hochmotiviert das Gelernte in die Tat umzusetzen. Ich fühlte mich richtig gut. So stark, wie noch nie zuvor. Endlich hatte ich mich von meinen mir selbst angelegten Fesseln befreit. Ich hatte das Gefühl, alles erreichen zu können. Niemand würde mich aufhalten. Dachte ich...

...bis ich vom Leben ausgebremst wurde. Nein, ich ließ mich ausbremsen! Doch was war geschehen?

 

Wo viel Schatten ist, muss auch viel Licht sein

 

Ich hatte zu jener Zeit eine schwere Trennung hinter mir. Diese trug einerseits zu meiner Befreiung bei, schwebte aber auch ob diverser (potentieller) Folgeerscheinungen wie ein Damoklesschwert über mir und sorgte dafür, dass ich alle meine Pläne (vorläufig) über den Haufen warf. Gleichzeitig war mir dank meiner Weiterentwicklung jedoch bewusst, dass ich dadurch nur weiter wachsen würde, wenn ich konsequent mein Ziel verfolgte.

 

So begann ich, meine Situation zu analysieren. Was an und in mir war da, was ich nun zu meinem Vorteil nutzen konnte? Welche Benefits  brachte meine neue Lebenssituation mit sich? Wie kann ich meine Weiterentwicklung gezielt für mich einsetzen? Mir war klar: Über meinem Leben liegt ein riesiger Schatten. Das bedeutet aber im selben Atemzug, dass da irgendwo auch irre viel Licht sein muss!

 

Ich bin mir sicher, auch du hast in deinem Leben bereits schreckliche Erfahrungen gemacht. Wenn es dir möglich ist, denke bitte jetzt an ein konkretes Ereignis zurück. Wie bist du damit umgegangen?

 

Das Folgende klingt jetzt mathematisch, ist aber für dein besseres Verständnis hilfreich und wichtig: Zu wieviel Prozent hast du damals die Verantwortung über dein Leben und für eine Lösung übernommen? Mein Tipp: Stell dich dabei vor den Spiegel und sprich deine Antwort LAUT aus! Kannst du dir dabei in die Augen sehen, ohne wegschauen zu müssen? Welche Gefühle und Emotionen kommen in dir auf? Stelle dir die Frage so lange, bis du die Prozentzahl gefunden hast, bei der du dir guten Gewissens in die Augen sehen kannst.

 

Wenn du mit gutem Gefühl 100% gesagt hast und dies auf den Großteil dieser Ereignisse in deinem Leben zutrifft, dann kannst du jetzt aufhören zu lesen. Ist dem nicht so, dann bleib bitte dran und wir steigen gerne noch ein wenig tiefer in das Thema ein.

 

Halte bitte einen Moment inne: Wer war schuld daran, dass es so kam?

 

Ich vermute, du hast gerade mit einiger Anstrengung über diese Frage nachgedacht. Wahrscheinlich hast du das auch damals getan. Ich möchte dir an dieser Stelle eine simple, aber auch sehr wichtige Frage stellen:

 

Inwiefern hat es dir genützt, über die Schuldfrage nachzudenken? Wieviel Energie hast du dafür aufgewendet?

 

Hör bitte damit auf! Tu das bitte vor allem aus zwei triftigen Gründen:

 

1.  Wer anderen die Schuld gibt, gibt ihnen die Macht!

 

2. Verwenden statt verschwenden: Setze deine Energie für eine Lösung ein und nicht dafür, nach Gründen zu suchen, warum etwas so geschah.

 

Ich kann dir aus eigener Erfahrung versichern: Alles - und ja, damit meine ich wirklich ALLES - im Leben hat seinen Sinn, warum es gerade dir, gerade jetzt und gerade so passiert. Wenn du bewusst damit umgehst, dann verspreche ich dir: Es wird dir eines Tages nutzen. Vielleicht schon morgen, vielleicht in drei Monaten, vielleicht erst in einigen Jahren. Aber es wird dir nutzen, wenn du es nur lässt!

 

A > E

 

Egal was dir passieren mag, schiebe die Verantwortung nicht von dir weg. Zwischen dem was passiert ("Ereignis") und dem wie du reagierst ("Antwort") besteht immer ein Lücke. Fülle diese Lücke mit all deiner Lebenskompetenz und sorge dafür, dass DEINE Antwort größer ist, als das Ereignis. Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen bedeutet wahre Freiheit.

 

Investiere deine Kraft in lösungsorientiertes Denken. Versuche Menschen aufzustöbern, die bereits vor einem ähnlichen Problem standen und es erfolgreich gelöst haben. Dank des Internets ist dies ja dieser Tage weitaus einfacher, als noch vor 20 Jahren. Vergiss bitte folgendes NIEMALS und sage es dir so oft wie möglich selbst:

  • "Ich bin wertvoll!"
  • "Ich bin gut, so wie ich bin"
  • "Es ist mein Geburtsrecht glücklich zu sein und niemand hat die Macht darüber außer ICH!"

Übernimm die volle Verantwortung für DEIN Leben. Lasse nicht zu, dass du Umständen, Menschen, Ängsten die Schuld für dein Nichthandeln gibst.

 

Sage nicht mehr "nicht"!

 

Das menschliche Gehirn kann keine Negationen ("Nicht-Wörter") entschlüsseln. Auch kein, weder-noch, nichts, niemand sind Negationen. Wenn ich dir jetzt sage: Denk bitte NICHT an einen Elefanten. Woran denkst du? Ich kann mit großer Gewissheit sagen, dass du wohl gerade an einen Elefanten gedacht hast. Denn unser Gehirn funktioniert so.

 

Verbanne Negationen so gut als möglich aus deinem Wortschatz. Freilich wird es sich nicht immer (siehst du?) vermeiden lassen, aber setze sie so wenig wie möglich und nur so viel wie unbedingt nötig ein. Sie können dich daran hindern, deine Ziele zu erreichen. Ein bewusster Umgang damit ist schon ein erster, wichtiger Schritt.

 

Du fragst dch bestimmt, warum sie dich am Erreichen deiner Ziele hindern können, nicht wahr?

 

Unbewusst denken wir ob unserer mitteleuropäisch-sozialen Prägung viel zu oft in Negationen. Im Klartext bedeutet das, dass wir dazu neigen, uns stets vorzustellen, was wir NICHT wollen, anstatt daran zu denken, WAS wir wollen. So erreicht man seine Ziele nur sehr schwer und unter enormer Anstrengung, wenn man sie denn überhaupt kennt. Diesen Kampf gegen Windmühlen kannst du dir sparen. Wenn du Gedanken, die Negationen enthalten, bewusst wahrnimmst und in Posititvformulierungen umdeutest, hast du dir schon einen großen Gefallen getan - und VOR ALLEM kannst du dir dein Ziel formulieren. Tue das so präzise wie möglich. Male dir gedanklich ein Bild dessen, wie es sein soll, wenn du es erreicht hast.

 

Finde dein "Warum"

 

Soeben habe ich dir erläutert, dass es wichtig ist, daran zu denken was du erreichen willst. Doch vielleicht stehst du jetzt vor dem Problem, dass du dein "Wie" nicht kennst. Keine Sorge, ging mir einst genauso. Meine Lösung fand ich beim großartigen Christian Bischoff (ich würde dir empfehlen, das Video wirklich anzusehen, bevor du weiter liest):

Es geht also nicht nur darum, zu wissen wohin du willst. Es gilt auch zu prüfen und sich zu fragen: "Warum möchte ich das eigentlich?". Hinterfrage deine Ziele, bis du DEIN authentisches Ziel gefunden hast. Spüre in deine innere Kompassnadel hinein, ob DEIN Weg auch zu DEINEM Ziel oder zum Ziel von jemand anders führt.

 

Das möchte ich dir heute mitgeben:

  • Jede Situation in deinem Leben kann dein Freund sein, wenn du es willst.
  • Es sind die Negativereignisse, die dich besonders wachsen lassen.
  • Du hast die Macht, in jeder Situation zu entscheiden, welche Antwort du darauf gibst.
  • Übernimm die Verantwortung für dein Leben (und somit auch für dein Glück)

Lebe DEIN Leben und sei großartig, denn

 

"Am Ende seht der Erfolg"

 

Ich glaube an dich!

 

Bis bald,

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